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Akne Vulgaris

Akne Vulgaris

Ursachen, Symptome und Behandlung der „gewöhnlichen Akne“

Wenn ganz allgemein von Akne die Rede ist, so ist in der Regel die Akne vulgaris gemeint – die „gewöhnliche Akne“.

Nachfolgend erfährst du, wodurch die Akne vulgaris verursacht wird, mit welchen Symptomen sie einhergeht und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.

Was ist Akne Vulgaris?

Akne vulgaris ist die am weitesten verbreitete Form der Akne, denn weltweit leiden etwa 60 bis 80 Prozent der Teenager unter dieser Hauterkrankung. Vor allem Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren sind betroffen, aber auch Erwachsene können eine Akne vulgaris entwickeln.

Bei Akne vulgaris erkranken die in der Haut befindlichen Talgdrüsenfollikel und es entstehen Mitesser, die sogenannten Komedonen. Dies geschieht vorzugsweise an Hautstellen, an denen sich besonders viele Talgdrüsen befinden – also im Gesicht, am Dekolleté, auf dem Rücken und an den Oberarmen. Die Komedonen werden von Bakterien besiedelt, entzünden sich und entwickeln sich zu Pickeln.

Ursachen von Akne vulgaris

Die Entstehung einer Akne vulgaris wird durch hormonelle Veränderungen begünstigt und tritt daher vorzugsweise in der Pubertät auf. Vor allem die Ausschüttung von männlichen Geschlechtshormonen (den sogenannten Androgenen) unterliegt im Teenageralter starken Schwankungen.

Die Talgdrüsen in der Haut reagieren auf eine erhöhte Androgenausschüttung wiederum mit einer verstärkten Aktivität.

Die Folge: Der Talg kann nicht richtig abfließen, die Poren verstopfen und es bilden sich Mitesser, die sich entzünden. Doch nicht nur Pubertierende haben ein erhöhtes Risiko für Akne vulgaris, auch während der Menstruation, in der Schwangerschaft und nach der Geburt tritt die Erkrankung gehäuft auf.

Außerdem gilt: Im Teenageralter sind Jungen häufiger betroffen als Mädchen. Außerdem nimmt die Erkrankung bei ihnen häufig einen schweren Verlauf. Bei den Erwachsenen leiden Frauen häufiger als Männer unter einer Akne vulgaris. Auch die Vererbung spielt dabei eine große Rolle – nämlich dann, wenn die Überproduktion von Androgenen in der Pubertät genetisch bedingt ist, also familiär gehäuft auftritt.

Des Weiteren können bestimmte Medikamente das Risiko für Akne vulgaris erhöhen. Dies gilt vor allem für Wirkstoffe, die die Produktion von männlichen Geschlechtshormonen beeinflussen. Ob Stress ebenfalls für die Entstehung einer Akne vulgaris verantwortlich sein kann, ist wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt.

Fakt ist jedoch, dass sich emotionale Belastungen auf entzündliche Prozesse in der Haut und im ganzen Körper auswirken können. Mindestens ebenso umstritten ist der Zusammenhang zwischen der Ernährung und Akne vulgaris.

Studien belegen allerdings, dass kohlenhydratreiche Lebensmittel mit hohem glykämischen Index die Entstehung von Mitessern und Pickeln begünstigen. Auch der Insulinspiegel hat mitunter also Auswirkungen auf den Zustand der Haut.

Typische Symptome von Akne vulgaris

Das auffälligste Symptom von Akne vulgaris sind Mitesser, Pusteln oder Knoten, die vorzugsweise im Gesicht, am Dekolleté, auf dem Rücken und den Oberarmen auftreten. Entzündet sich ein Mitesser, füllt er sich mit Eiter, der unter der Hautoberfläche sichtbar wird.

Dermatologen unterteilen die Akne vulgaris in verschiedene Schweregrade.

Einen Überblick erhältst du hier:

  • milde Akne vulgaris: wenig Mitesser, wenig oder keine Pickel, keine Entzündungen
  • moderate Akne vulgaris: viele Mitesser, wenig bis viele Pickel, eventuell kleine Knoten und Entzündungen
  • schwere Akne vulgaris: Mitesser und viele Pusteln, schwere Entzündungen
  • sehr schwere Akne vulgaris: starke Entzündungen, die bis in tiefere Hautschichten reichen

Vor allem die schwere und die sehr schwere Akne vulgaris hinterlassen beim Abheilen Narben. Außerdem gehen sie häufig mit Knoten einher, die schmerzhaft sind und stark jucken können. Männer sind von der schweren Form häufiger betroffen als Frauen.

Diagnose

Obwohl Akne vulgaris als typisches Pubertätsproblem angesehen wird, das von selbst wieder vergeht, ist ein Arztbesuch häufig unerlässlich. Etwa 30 Prozent aller Betroffenen müssen einen Dermatologen aufsuchen, weil die Erkrankung sehr stark ausgeprägt ist und/oder nicht abheilt.

Grundsätzlich gilt: Je früher du einen Arzt aufsuchst, umso effektiver kann die Hautkrankheit behandelt werden. Außerdem vermeidest du so, dass deine Lebensqualität beeinträchtigt wird – zum Beispiel, weil du dich für deine Pickel schämst und nicht mehr unter Menschen gehen möchtest.

Der Hautarzt wird zunächst eine ausführliche Anamnese durchführen, um in Erfahrung zu bringen, seit wann die Erkrankung besteht, wie sie sich entwickelt hat und was du bisher unternommen hast, um die Akne vulgaris in den Griff zu bekommen.

Er wird dich außerdem fragen, ob du regelmäßig Medikamente einnimmst und wie deine tägliche Hautpflege aussieht. Sofern Akne vulgaris in deiner Familie gehäuft auftritt, solltest du den Arzt darauf hinweisen.

Es folgt eine gründliche Untersuchung der betroffenen Hautpartien, um den Schweregrad der Akne vulgaris beurteilen zu können. Das ist wichtig, damit der Arzt die geeignete Therapieform auswählen kann.

Je nach Begleitumständen kann auch eine Hormonuntersuchung sinnvoll sein – etwa dann, wenn Frauen plötzlich eine stark ausgeprägte Akne vulgaris entwickeln oder wenn der Therapieerfolg dauerhaft ausbleibt. Eine mikrobielle Untersuchung ist hingegen nur bei Verdacht auf antibiotikaresistente Keime notwendig.

Die Behandlung von Akne vulgaris

Akne vulgaris wird meist rein äußerlich (das heißt topisch) mithilfe von Cremes und Lösungen behandelt. In schweren Fällen ist eine medikamentöse (systemische) Therapie erforderlich.

Auch eine Kombination aus beidem ist möglich. Welche Behandlungsform und welcher Wirkstoff für dich am besten geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab – etwa von deinem Alter, deinem Geschlecht oder deinem Hauttyp.

Auch der seelische Leidensdruck ist zu berücksichtigen, denn: Leidet ein Patient sehr stark unter der Akne vulgaris und meidet er zunehmend den Kontakt zu anderen Menschen, ist eine schnelle Linderung der sichtbaren Symptome besonders wichtig.

Bei der Therapie geht es zunächst darum, entzündliche Prozesse zu stoppen und Verhornungen zu beseitigen. Zugleich muss die Talgproduktion der Haut wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.

Dazu kommen in der Regel antikomedogene und keratolytische Wirkstoffe zum Einsatz. Antikomedogene Substanzen verhindern, dass die Hautporen verstopfen, während keratolytische Wirkstoffe dazu führen, dass sich Hornzellen von der Haut lösen. Hier ein Überblick über häufig verwendete Wirkstoffe:

  • Azelainsäure
  • Salizylsäure
  • Tretinoin
  • Isotretinoin
  • Benzoylperoxid
  • Zink

Selbsthilfe und Tipps zur Behandlung von Akne vulgaris

Wenn deine Akne vulgaris stark ausgeprägt ist und/oder du sehr unter den Symptomen leidest, scheue dich nicht, einen Hautarzt aufsuchen. Zusätzlich kannst du jedoch einiges tun, um die Akne vulgaris zu bekämpfen und dein Hautbild Schritt für Schritt zu verbessern.

Tipp 1: die richtige Hautpflege

Besonders wichtig ist eine gute Basispflege. Wähle deine Pflegemittel sehr sorgfältig aus und entscheide dich vorzugsweise für Produkte, die für unreine Haut geeignet sind.

Antikomedogene Pflegeprodukte, die die Poren nicht verstopfen können, sind zur Reinigung besonders gut geeignet. Gleiches gilt für saure Syndets mit einem pH-Wert von 5,5 oder 6,5. Diese greifen den natürlichen Säureschutzmantel der Haut nicht an und reduzieren zugleich das Risiko, dass sich Bakterien auf deiner Haut ansiedeln.

Reinige deine Haut zweimal täglich mit lauwarmem Wasser und pflege sie zusätzlich mit Gesichtsdampfbädern oder feuchten Kompressen. Letzteren kannst du etwas Kamille hinzufügen, um die Entzündungen in deiner Haut zu lindern.

Tipp 2: Vorsicht bei Make-up!

Wenn du auf Make-up nicht verzichten möchtest, verwende vorzugsweise Produkte ohne Vaseline, Paraffinöl und Lanolin. Kosmetikserien auf Wasserbasis, die speziell für unreine Haut konzipiert wurden, sind für deine Haut am besten geeignet.

Dennoch solltest du dich nicht täglich schminken und das Make-up nicht zu lange auf der Haut belassen. Gönne deiner Haut regelmäßige Make-up-Pausen und gehe niemals ungeschminkt ins Bett, denn dadurch könnte sich die Akne vulgaris erheblich verschlechtern.

Tipp 3: Ernährung und Lebensstil

Ob es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen der Ernährung und Akne vulgaris gibt, ist wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt. Viele Betroffene berichten jedoch, dass sich eine Ernährungsumstellung positiv auf ihr Hautbild ausgewirkt hat. Experten empfehlen daher, ein Ernährungstagebuch zu führen, um herauszufinden, welche Lebensmittel die Akne vulgaris verstärken.

Das ist meist bei sehr fettigen Speisen, Süßigkeiten, Milchprodukten und Lebensmitteln aus Weißmehl der Fall. Auch Nikotin und Alkohol können das Hautbild verschlechtern und die Symptome der Akne vulgaris verschlimmern, weshalb du auf diese Genussmittel besser verzichten solltest.

Tipp 4: Hände weg!

Wenn du ständig an deinen Pickeln und Pusteln herumdrückst, riskierst du, dass sich die Entzündungen ausbreiten und Narben zurückbleiben. Daher gilt: Hände weg! Suche lieber eine geschulte Kosmetikerin auf oder lasse bei deinem Dermatologen eine sogenannte Aknetoilette durchführen, um die Symptome der Akne vulgaris nachhaltig zu lindern.

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